Interview mit Pablo Lumerman, Exekutivdirektor der Fundación Cambio Democrático, dem argentinischen Büro der Organisation “Partners for Democratic Change International”
ECC: Pablo, in deiner Studie “Climate change impacts on socio-economic environmental conflicts” beleuchtest du mögliche Sicherheitsauswirkungen des Klimawandels in Argentinien. Welche Konflikte drohen in deinem Land angesichts der Klimaprognosen auszubrechen? mehr »
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung war kaum überraschend: unmittelbar vor Beginn der Weltklimakonferenz in Durban hat der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) seinen Sonderbericht mit dem Titel “Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation” vorgestellt. Der Bericht ist ein großer Schritt zur weiteren Integration zweier weiterhin noch überwiegend voneinander getrennten Gemeinden: die eine arbeitet zu Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, die andere ist im Bereich des Katastrophenmanagements tätig. In dem Maße, wie es gilt, zukünftige Politikmaßnahmen zu konzipieren und umzusetzen, werden sich diese Gruppen mutmaßlich mehr und mehr verschneiden. mehr »
Seit fast zwei Jahrzehnten ist das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung ein zentrales Element internationaler Verhandlungen und Debatten. Viele dieser Debatten vernachlässigen dabei aber den Aspekt der Gerechtigkeit und betrachten beide Themen unabhängig voneinander. Der Human Development Report 2011 (HDR) mit dem Titel Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit: Eine bessere Zukunft für alle plädiert dafür, beide Leitgedanken gleichzeitig in den Blick zu nehmen um eine faire und nachhaltige Zukunft zu verwirklichen. mehr »
Im Juni 2010 wurde in den Vereinigten Staaten der sogenannte Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act verabschiedet (vgl. “Konfliktressourcen erreichen die Wallstreet”, Krium August 2010). Mit diesem Gesetz werden Unternehmen – unter ihnen einige der weltgrößten im Rohstoffsektor tätigen Firmen – dazu aufgefordert, Details zu ihren Zahlungen an Regierungen für Bergbauaktivitäten offen zu legen. Nun hat Ende Oktober die Europäische Kommission einen Vorstoß unternommen, diesem Beispiel zu folgen. mehr »
Wasser, Energie und Ernährung: Die drei Sektoren sind von Knappheit geprägt. Die ökologischen Grenzen der Erde zeichnen sich in diesen Sektoren bereits besonders deutlich ab, sodass auch in den kommenden Jahrzehnten die Herausforderungen hier noch wachsen werden. Dieser Themenkomplex stand im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz, zu der die deutsche Bundesregierung Mitte November eingeladen hatte. Es war die erste internationale Konferenz, die sich mit dem Nexus von Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit befasste. Die dabei erarbeiteten Empfehlungen sollen einen wesentlichen Beitrag zur UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung, Rio+20, leisten. Die Bedeutung der drei Problemfelder unterstrich in seiner Keynote-Rede der Prinz der Niederlande, Vorsitzender des UN Advisory Board on Sanitation und betonte, dass die drei Sektoren zunehmend als Sicherheitsthema wahrgenommen würden. mehr »
Im Zuge stockender Klimaverhandlungen gewinnt die Diskussion um „Geoengineering“ oder auch „Climate Engineering“ an Bedeutung. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen zur direkten Beeinflussung des Klimas. Solche Eingriffe werden insbesondere wegen ihrer Nebenwirkungen häufig skeptisch gesehen, wie Studien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Umweltbundesamts (UBA) darlegen. Am 10. und 11. November beleuchtete eine internationale Tagung am KlimaCampus Hamburg eingehender vor allem potentielle Sicherheitsrisiken von Climate Engineering (CE). mehr »
Klimawandel ist eine Realität und seine Auswirkungen in der Nilregion werden immer deutlicher. Vor diesem Hintergrund widmete sich das dritte Nile Basin Development Forum der Thematik „Klimawandel und seine Auswirkungen auf nachhaltige Entwicklung und Kooperation in der Nilregion“. Die Konferenz fand vom 26.-28. Oktober in Kigali, Ruanda statt, organisiert von der Nile Basin Initiative (NBI) in Zusammenarbeit mit seinen Entwicklungspartnern. mehr »
Von Dennis Tänzler, adelphi.
Nach überaus zähen Verhandlungen beim Weltklimagipfel der Vereinten Nationen in Südafrika einigten sich die Delegierten am Ende auf die Schaffung der sogenannten „Durban-Plattform“. Diese Kompromisslösung beinhaltet die Vereinbarung, dass bis 2015 ein weltweites Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase entwickelt und das Kyoto-Protokoll bis zum In-Kraft-Treten des neuen Abkommens verlängert werden soll. Zudem haben sich die Regierungen bei der Etablierung des neuen Klimafonds verständigt. Trotz dieser Einigung bleiben Wissenschaftler skeptisch und prognostizieren, dass die Beschlüsse von Durban nicht ausreichen werden, um die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. In diesem Zusammenhang muss sich die internationale Gemeinschaft auf politische Folgekosten einstellen, die mit der nur unzulänglichen Bekämpfung des Klimawandels einhergehen werden. mehr »
Wie sieht Klimadiplomatie in der Praxis aus? Welchen Mehrwert bietet sie? Und welchen Herausforderungen kann man am besten mit Hilfe von Klimadiplomatie begegnen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, lud das Auswärtige Amt, unterstützt von adelphi, Vertreter internationaler Institutionen wie der EU, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der Vereinten Nationen (UN) sowie Repräsentanten aus über 30 Ländern am 10. und 11. Oktober zu einer zweitägigen Konferenz mit dem Titel “Climate Diplomacy in Perspective – From Early Warning to Early Action” ein. mehr »
Wie lässt sich sicherstellen, dass Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel konfliktsensitiv sind? Vor dem Hintergrund der anstehenden Weltklimakonferenz COP17 hielt das African Centre for the Constructive Resolution of Disputes (ACCORD) zu dieser Fragestellung vom 15. bis 16. September ein zweitägiges Fachseminar ab. Im südafrikanischen Durban präsentierten politische Entscheidungsträger, Experten und Wissenschaftler neue Ergebnisse zu den Zusammenhängen zwischen Klimawandel und Konflikt in Afrika und analysierten verschiedene Instrumente, politische Maßnahmen und Ansätze, mit denen sich klima-und anpassungsbedingte Konflikte verhindern lassen. mehr »