Kategorie: Krisenprävention

Nexus-Ansatz für Frieden und Stabilität

Wasser, Energie und Ernährung: Die drei Sektoren sind von Knappheit geprägt. Die ökologischen Grenzen der Erde zeichnen sich in diesen Sektoren bereits besonders deutlich ab, sodass auch in den kommenden Jahrzehnten die Herausforderungen hier noch wachsen werden. Dieser Themenkomplex stand im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz, zu der die deutsche Bundesregierung Mitte November eingeladen hatte. Es war die erste internationale Konferenz, die sich mit dem Nexus von Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit befasste. Die dabei erarbeiteten Empfehlungen sollen einen wesentlichen Beitrag zur UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung, Rio+20, leisten. Die Bedeutung der drei Problemfelder unterstrich in seiner Keynote-Rede der Prinz der Niederlande, Vorsitzender des UN Advisory Board on Sanitation und betonte, dass die drei Sektoren zunehmend als Sicherheitsthema wahrgenommen würden. mehr »

Feuer mit Feuer bekämpfen? Sicherheitsrisiken von Climate Engineering

Im Zuge stockender Klimaverhandlungen gewinnt die Diskussion um „Geoengineering“ oder auch „Climate Engineering“ an Bedeutung. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen zur direkten Beeinflussung des Klimas. Solche Eingriffe werden insbesondere wegen ihrer Nebenwirkungen häufig skeptisch gesehen, wie Studien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Umweltbundesamts (UBA) darlegen. Am 10. und 11. November beleuchtete eine internationale Tagung am KlimaCampus Hamburg eingehender vor allem potentielle Sicherheitsrisiken von Climate Engineering (CE). mehr »

Ansätze der Klimadiplomatie auf dem Prüfstand

Wie sieht Klimadiplomatie in der Praxis aus? Welchen Mehrwert bietet sie? Und welchen Herausforderungen kann man am besten mit Hilfe von Klimadiplomatie begegnen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, lud das Auswärtige Amt, unterstützt von adelphi, Vertreter internationaler Institutionen wie der EU, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der Vereinten Nationen (UN) sowie Repräsentanten aus über 30 Ländern am 10. und 11. Oktober zu einer zweitägigen Konferenz mit dem Titel “Climate Diplomacy in Perspective – From Early Warning to Early Action” ein. mehr »

Ein afrikanischer Aktionsplan gegen konfliktgeladene Landkäufe

Die „dramatischen Trends großflächiger Landkäufe von Agrarflächen durch multinationale Unternehmen zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in Industrieländern”, wie der frühere botswanische Präsident Festus Mogae es beschreibt, stellten den Fokus eines Spitzentreffens zu ausländischen Agrarinvestitionen in Afrika dar, das am 4. und 5. Oktober in Nairobi stattfand. Das Treffen wurde von der Land Policy Initiative (LPI) organisiert, zu der die African Development Bank (AfDB), die African Union Commission (AUC) und die United Nations Economic Commission for Africa (UNECA) gehören. Die Teilnehmer verabschiedeten den Nairobi Action Plan, der negativen Auswirkungen großflächiger Landkäufe vorbeugen soll. mehr »

Mehr als Euphrat und Tigris: Die Wasserpolitik der Türkei im Kontext internationaler Zusammenarbeit

Wasser ist oftmals eine strategische Ressource für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Im Fall der Türkei machen politische Spannungen mit den Nachbarländern sowie die begrenzte Wasserverfügbarkeit in der Region die Wasserallokation zu einem kritischen und oftmals strittigen Thema. Dennoch wurde die Wasserpolitik der Türkei in den letzten drei Jahrzehnten einer Reihe von entscheidenden Veränderungen unterzogen. Das Buch „Turkey’s Water Policy – National Frameworks and International Cooperation” bietet einen umfassenden Einblick in die Wasserpolitik der Türkei, analysiert Reformprozesse der nationalen wasserpolitischen Rahmenbedingungen und erörtert den Stand der Zusammenarbeit an grenzüberschreitenden Flüssen. mehr »

Infrastrukturprojekte und Bürgerbeteiligung in Südamerika: Der Testfall des Belo Monte Staudamms

Infrastrukturprojekte und Bürgerbeteiligung in Südamerika: Der Testfall des Belo Monte Staudamms Brasiliens Energiehunger ist enorm. Deshalb hat die brasilianische Regierung den Bau des drittgrößten Staudamms der Welt beschlossen – mitten im Amazonasgebiet. Doch der Belo Monte Staudamm, eigentlich als Vorzeigeprojekt brasilianischen Fortschritts geplant, wird zunehmend zum Problemfall. Zehntausende indigene Anwohner müssen umgesiedelt werden. Zudem laufen Naturschutzorganisationen gegen das Projekt Sturm. Jetzt jagt ein Gerichtsverfahren das andere. mehr »

Klimasicherheit vor dem Weltsicherheitsrat

“The Security Council expresses its concern that possible adverse effects of climate change may, in the long run, aggravate certain existing threats to international peace and security.” Man kann es sicher weniger sperrig ausdrücken als es der Sicherheitsrat in der Präsidentschaftserklärung tut, auf die sich das Gremium in seiner Sitzung zum Klimawandel am 20. Juli einstimmig geeinigt hat. Etwa, indem der Klimawandel schlicht als „Bedrohungsmultiplikator“ bezeichnet wird. Dieser Begriff hat sich bei vielen Analysten und Entscheidungsträgern durchgesetzt. Die Bedeutung der Erklärung könnte aber erheblich über die bislang geführte Debatte hinausreichen. Entsprechend kommentierte Peter Wittig, der Ständige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen (VN): “This is a good day today for climate security.” Für diese Einschätzung sprechen gleich mehrere Gründe: mehr »